{"id":1190,"date":"2018-11-27T10:05:50","date_gmt":"2018-11-27T09:05:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/5g-news\/?p=1190"},"modified":"2022-05-24T12:41:57","modified_gmt":"2022-05-24T10:41:57","slug":"auflagen-zur-5g-frequenzauktion-stehen-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/5g-news\/auflagen-zur-5g-frequenzauktion-stehen-fest","title":{"rendered":"Auflagen zur 5G-Frequenzauktion stehen fest"},"content":{"rendered":"<p>Nach vielen \u00c4nderungsforderungen stehen nun die Regeln zur 5G-Frequenzvergabe fest. Der Beirat der Bundesnetzagentur billigte den zuletzt vorgelegten Vorschlag. Damit steht der Auktion der Frequenzen im Fr\u00fchjahr 2019 nichts mehr im Wege. Obwohl die Politik nicht alle ihre Forderungen durchsetzen konnte sind die Mobilfunkanbieter nicht gl\u00fccklich \u00fcber die neuen Vorgaben. Sie m\u00fcssen deutlich mehr ausbauen und einen straffen zeitlichen Plan einhalten. Das gef\u00fcrchtete National-Roaming konnten sie jedoch abwenden.<!--more--><\/p>\n<div class=\"pic_r_cl\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/5g-news\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/5g-cloud2.jpg\"><\/div>\n<h3>Verdopplung der 5G-Stationen bis 2022<\/h3>\n<p>Das von vielen Politikern geforderte National-Roaming hat seinen Weg nicht in die endg\u00fcltige Fassung der <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/5g-ausbau\/versteigerung.html\">Auflagen zur Frequenzauktion<\/a> gefunden. Bestehende Anbieter sind durch die Ersteigerung von <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/technik\/5g-frequenzen.html\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"32\" title=\"alles zum wichtigen Thema 5G-Frequenzen\">5G-Frequenzen<\/a> also nicht dazu verpflichtet anderen Anbietern ihre Infrastruktur bereit zu stellen. Hierf\u00fcr haben sich sowohl die <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/provider\/telekom\/5g-telekom.html\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"2\" title=\"5G-Tarife der Telekom zeigen\">Deutsche Telekom<\/a> als auch <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/provider\/vodafone\/5g-vodafone.html\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"1\" title=\"5G Tarife von Vodafone zeigen\">Vodafone<\/a> und Telef\u00f3nica stark gemacht. Im Gegenzug hat die Bundesnetzagentur einem m\u00f6glichen Neueinsteiger die Ausbauauflagen vereinfacht. W\u00e4hrend sich die bestehenden Provider an einen harten Ausbauplan halten m\u00fcssen, d\u00fcrfte sich ein auf den Markt neu hinzukommender Provider etwas mehr Zeit lassen. Wer sowohl bei 2 als auch 3,6 GHz Spektrum ersteigert, muss <u>bis 2023 mehr als 25 Prozent<\/u> aller Haushalte erreichen. <u>Bis 2025 m\u00fcssen sogar \u00fcber 50 Prozent erschlossen sein<\/u>. Wer hingegen nur an Frequenzen um 3,6 GHz interessiert ist, der soll zum Jahr 2025 lediglich 25 Prozent der Haushalte erschlie\u00dfen. Ob etablierter Anbieter oder Start-Up &#8211; in beiden F\u00e4llen hat sich die Ausbauauflage neuer 5G-Standorte bis 2022 verdoppelt. Wurden in der <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/5g-news\/entwurf-der-bundesnetzagentur-fuer-die-5g-frequenzauktion-liegt-vor\">ersten<\/a> Fassung noch 500 Standorte gefordert, so hat sich die Anzahl nun auf 1.000 verdoppelt.<\/p>\n<h3>Bundesautobahnen mit maximal 10ms Latenz<\/h3>\n<p>Ebenfalls neu ist die Anforderung an kurzen Reaktionszeiten. Auf Bundesautobahnen sollen ebenfalls bis 2022 mindestens 100 Mbit\/s anliegen. Dies jedoch mit einer maximalen Reaktionszeit von 10 Millisekunden (ms). Diese Anforderung d\u00fcrfte mit 4G nicht zu realisieren sein. Bis 2024 gilt die gleiche Auflage f\u00fcr alle Bundesstra\u00dfen. Im Zugverkehr sind die Vorgaben hingegen mit bestehender Technik umsetzbar. Bis 2022 sollen Trassen mit einem Aufkommen von mehr als 2.000 Passagieren pro Tag mindestens 100 Mbit\/s erhalten. Zum Jahr 2024 dann auch alle weiteren Strecken. Landstra\u00dfen sowie Wasserstra\u00dfen sollen gleichfalls 2024 moderat mit 50 Mbit\/s versorgt werden.<\/p>\n<h3>300 Mbit\/s bis 2025<\/h3>\n<p>Zu den Vorgaben einer 5G-Lizenz geh\u00f6rt auch, die bereits bestehenden Verpflichtungen einzuhalten. Hierzu geh\u00f6rt die Versorgung von 98% aller Haushalte mit mindestens 100 MBit\/s bis zum 31. Dezember 2019. In zwei Schritten wird diese Anforderung angehoben. Bis Jahresende 2022 m\u00fcssen hier 100 Mbit\/s anliegen. In der n\u00e4chsten Stufe sind es 300 Mbit\/s bis Ende 2025, insofern man <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/technik\/5g-frequenzen.html\">5G-Frequenzen<\/a> ersteigern m\u00f6chte.<\/p>\n<h3>Kein verpflichtendes National-Roaming<\/h3>\n<p>Einer der Hauptstreitpunkte zwischen Politik, Bundesnetzagentur, Industrie und Mobilfunkanbietern war das National-Roaming. W\u00e4hrend die Legislative forderte, dass Infrastrukturbetreiber ihre Netze \u00f6ffnen m\u00fcssen, waren die am Markt agierenden Anbieter strikt gegen diese Forderung. Hiermit konnten sie sich in der nun verabschiedeten Fassung durchsetzen und frei am Markt agieren. Der Gesetzgeber arbeitet im Hintergrund aber bereits an \u00c4nderungen des Telekommunikationsgesetzes um anderweitig Einfluss zu nehmen. So sehen die Vorgaben zur Frequenzauktion vor, dass es ein Verhandlungsgebot gibt. Hiermit sollen die Infrastrukturbetreiber angehalten werden auch dann Verhandlungen \u00fcber Zugang zu ihrem Netz zu f\u00fchren, wenn dies nicht in ihrem Interesse ist. Die Bundesnetzagentur soll dabei als unparteiischer Schiedsrichter fungieren. Die gesetzlichen \u00c4nderungen sehen vor, dass die Netzagentur im Zweifelsfall eine Zusammenarbeit vorschreiben kann.<\/p>\n<h3>Auktion im Fr\u00fchjahr 2019<\/h3>\n<p>Der aus 32 Personen bestehende Beirat hat den aktuellen Entwurf mit 23 Stimmen bef\u00fcrwortet. Damit sind nun keine \u00c4nderungen mehr m\u00f6glich, insofern keine juristischen Mittel dagegen eingelegt werden. Telef\u00f3nica-Chef Markus Haas fand harte Worte zu der nun verabschiedeten Fassung. Durch die Vorgabe eines Betreiber-Roamings werde der g\u00fcltige rechtliche Rahmen gesprengt. Auch Vodafone Deutschland h\u00e4lt die Vorgaben f\u00fcr \u201cklar rechtswidrig\u201c. Bis zum 25. Januar 2019 k\u00f6nnen sich Interessenten nun f\u00fcr eine Zulassung als Bieter f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/faq\/fragen-antworten-zu-5g.html\">5G<\/a>-Sprektren bewerben. Im ersten Quartal 2019 soll das Wettrennen um die begehrten Bereiche dann stattfinden. Die Startpreise f\u00fcr Frequenzbl\u00f6cke wurde dabei reduziert um den erh\u00f6hten Auflagen gerecht zu werden. Auch die Zahlungsziele wurden nach hinten verschoben um so f\u00fcr eine finanzielle Entlastung zu sorgen.<\/p>\n<h3>Das k\u00f6nnte Sie noch interessieren:<\/h3>\n<p>\u00bb <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/5g-vorteile.html\">Vorteile von 5G<\/a><br \/>\n\u00bb <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/lte\/tarife-4g-lte.html\" title=\"zum Vergleich\">Vergleich LTE-Tarife mit bis zu 500 MBit\/s<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"quellenews\">\nQuelle: Bundesnetzagentur\n<\/div>\n<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach vielen \u00c4nderungsforderungen stehen nun die Regeln zur 5G-Frequenzvergabe fest. Der Beirat der Bundesnetzagentur billigte den zuletzt vorgelegten Vorschlag. Damit steht der Auktion der Frequenzen im Fr\u00fchjahr 2019 nichts mehr im Wege. 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