{"id":741,"date":"2018-01-26T16:27:05","date_gmt":"2018-01-26T15:27:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.5g-anbieter.info\/5g-news\/?p=741"},"modified":"2020-06-29T13:16:19","modified_gmt":"2020-06-29T11:16:19","slug":"qualcomm-nutzte-marktstellung-bei-lte-modems-aus-soll-1-milliarde-euro-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/5g-news\/qualcomm-nutzte-marktstellung-bei-lte-modems-aus-soll-1-milliarde-euro-zahlen","title":{"rendered":"Qualcomm nutzte Marktstellung bei LTE-Modems aus, soll 1 Milliarde Euro zahlen"},"content":{"rendered":"<p>Mit der EU Kommission ist nicht gut Kirschen essen, wenn es um wettbewerbswidrige Angelegenheiten geht. Das musste nun auch Qualcomm erfahren, denn gegen den Chipsatzhersteller wurde ein Bu\u00dfgeld in H\u00f6he von knapp einer Milliarde Euro verh\u00e4ngt. Der SoC-Spezialist hatte jahrelang eine Vereinbarung mit Apple, die vorsah, dass ausschlie\u00dflich Qualcomm-Modems in iPhones und iPads genutzt werden.<!--more--><\/p>\n<h3>LTE-Modems: Qualcomm missbrauchte seine marktbeherrschende Stellung<\/h3>\n<p>Der kalifornische Halbleiterfertiger bietet nicht nur komplette Systeme auf einem Chip, sondern auch einzelne Mobilfunkmodule an. Damit ausschlie\u00dflich diese in Apples Smartphones und Tablets zum Einsatz kamen, zahlte das Unternehmen an den iOS-Sch\u00f6pfer zwischen 2011 und 2016 mehrere Milliarden Euro. Ganz klar: hier liegt ein Versto\u00df gegen den freien Wettbewerb vor. Schlie\u00dflich gibt es auch mobile <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/lte\/tarife-4g-lte.html\">LTE<\/a>-Modems anderer Konzerne, wie etwa Intel und <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/smartphones\/chipsaetze\/mediatek-5g.html\">MediaTek<\/a>. Eine solche Praxis ist ein Dorn im Auge der EU Kommission, weshalb diese nun Handlungsbedarf sah. Eine Geldbu\u00dfe in H\u00f6he von 997 Millionen Euro soll Qualcomm zahlen. Dies entspr\u00e4che 4,9 Prozent des Jahresumsatzes von 2017. Der Chipsatzhersteller habe Konkurrenten am Wettbewerb gehindert, in dem er hohe Zahlungen an \u201eeinen wichtigen Kunden\u201c leistete, dass jener nicht bei der Konkurrenz kauft. \u201eDies verst\u00f6\u00dft gegen die EU-Kartellvorschriften.\u201c, mahnt die Europ\u00e4ische Kommission <a href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_IP-18-421_de.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener \">in ihrem Schreiben<\/a>.<\/p>\n<h3>Der Deal mit Apple im Detail<\/h3>\n<p>Apple befand sich quasi in der Zwickm\u00fchle aufgrund der Klauseln der Qualcomm-Kooperation. H\u00e4tte der iPhone-Erfinder zu <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/lte\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"66\" title=\"LTE\">LTE<\/a>-Modems der Konkurrenz gegriffen, w\u00e4ren nicht nur die Zahlungen Qualcomms ausgeblieben, er h\u00e4tte sogar einen Teil der bereits erhaltenen Summe zur\u00fcckerstatten m\u00fcssen. Laut internen Unterlagen, strebte der Hersteller ernsthaft einen Anbieterwechsel an. Wegen der drohenden Nachteile durch die Vereinbarung mit dem SoC-Lieferanten, lie\u00df Apple allerdings davon ab. Ende 2016 endete der Vertrag mit Qualcomm, weshalb Apple damit begann, auch Funkmodule von Intel in seinen Mobilger\u00e4ten zu integrieren.<\/p>\n<h3>Qualcomm zeigt sich nicht einsichtig<\/h3>\n<p>Die Geldbu\u00dfe m\u00f6chte der Chipsatzhersteller nicht ohne weiteres zahlen. Der Konzern lie\u00df bereits verlautbaren, gegen den Beschluss vorgehen zu wollen. Aus Qualcomms Sicht habe man sich nicht rechtswidrig verhalten.<\/p>\n<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der EU Kommission ist nicht gut Kirschen essen, wenn es um wettbewerbswidrige Angelegenheiten geht. Das musste nun auch Qualcomm erfahren, denn gegen den Chipsatzhersteller wurde ein Bu\u00dfgeld in H\u00f6he von knapp einer Milliarde Euro verh\u00e4ngt. 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