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Strahlungsgrenzwert

Wie hoch sind die Strahlungsgrenzwerte bei 2G, 3G, 4G & 5G?


Mobile Sprach- und Datendienste am Handy bzw. Smartphone, werden mittels hochfrequenter elektromagnetischer Felder übertragen. Jede Mobilfunkgeneration nutzt zudem andere Frequenzbereiche. In Deutschland kommen aktuell Bereiche zwischen 700 und 2600 MHz für 2G, 3G und LTE zum Einsatz. Mit der Einführung von 5G ab ca. 2020, kommen noch weitere Spektralbereiche hinzu. Doch wie hoch fallen die Grenzwerte aus und wie unterscheiden sich die Generationen voneinander diesbezüglich?

Grenzwerte für 2G-5G in Deutschland

Hinter der Angabe V/m verbirgt sich die physikalische Größe der sogenannten Feldstärke. Diese beschreibt, wie die Intensität eines elektrischen Feldes, etwa bei Mobilfunkantennen. Sie wird in Volt je Meter angegeben.

Der Grenzwert für die Feldstärke hängt vor allem von der genutzten Frequenz ab, auf der gefunkt wird. Im Bereich von 800 MHz wird LTE eingesetzt, vor allem im ländlichen Raum. Hier gilt 38 Volt/Meter (V/m) als Limit. Bei 900 MHz, das zurzeit noch GSM (2G) zugeordnet ist, beträgt der Grenzwert 41 V/m. Im Bereich von 1800 MHz funkten sowohl GSM, wie auch LTE: Grenzwert 58 V/m. Bei 2000 MHz (UMTS) bzw. 2600 MHz (LTE) sind es 61 V/m. Die ersten 5G-Stationen werden wahrscheinlich bei 3400-3600 MHz funken. Eigentlich galt sonst ab 2 GHz weiter die Grenzwertempfehlung von 61 V/m[1]. Doch für 5G hat das ICNIRP diese angehoben auf 90 V/m für die Bevölkerung und satte 200 V/m am Arbeitsplatz.


Grenzwert des ICNIRP für 5G liegt bei 90 V/m bzw. 200 V/m auf Arbeit

Wer legt die Grenzwerte fest?

Ausgangspunkt ist die Internationale Strahlenschutzorganisation, kurz ICNIRP. Darüber hinaus gibt es eine eigene Deutsche Strahlenschutzkommission (SSK). Zu guter Letzt prüft auch regelmäßig die WHO.

Welche Strahlungsgrenzwerte gelten im Ausland?

Die meisten europäischen Staaten folgen den Empfehlungen der ICNIRP. Einige Länder haben aber deutlich strengere Grenzwerte festgelegt, die gut 1/10 betragen. Begründet wird dies mit einer Vorsorge vor möglich negativen Implikationen auf die Gesundheit der Bevölkerung. Als Länder seien Belgien, Italien und in Teilen die Schweiz genannt. Letztere hat z.B. für 3G das Limit bei nur 5 V/m gezogen. In Belgien sind es für 4G & 3G sogar nur magere 3 V/m. Also Werte deutlich unter denen in Deutschland! [2]

Grenzwerte ausreichend?

Zu dieser Frage empfehlen wir unser Interview mit Herrn Gutbier von Diagnose:Funk!

Quellen:

[1] https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=CELEX:31999H0519&from=EN

[2] https://www.itu.int/en