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5G-Antennen

Erste Hintergrundinfos und Modelle für 5G-Internet


Wie auch schon 4G (LTE), handelt es sich bei 5G um eine reine funkbasierte Übertragungstechnik für Daten. Ein zentrales Merkmal von Mobilfunk ist, dass man für die emittierten, elektromagnetischen Wellen sowohl eine Sende- als auch Empfangseinheit benötigt – besser bekannt als „Antennen“. Auch wenn die 5G-Technik noch in den Kinderschuhen steckt – sowohl Verbraucher wie auch Netzbetreiber sind auf spezielle 5G-Antennen angewiesen. Der folgende Ratgeber zeigt den Stand der Dinge auf.

5G-Antennen für Privatkunden zur Empfangsverbesserung

Wer sich ein Smartphone oder Tablet kauft, braucht sich keinerlei Gedanken über etwaige Zusatzantennen machen. Die nötigen Antennen sind im Gerät fest implementiert und Zusatzanschlüsse gibt es nicht.

Ganz anders sieht das aber bei Sticks oder Routern aus. Nicht ohne Grund verfügen die meisten 4G-Modelle über Anschlussmöglichkeiten für externe Antennen. Denn gerade im ländlichen Raum beträgt die Distanz zwischen Nutzer und Mobilfunkmast nicht selten mehr als 5 oder gar 10 Kilometer. Für stabile Verbindungen und adäquate Datenraten, sind dann Zusatzantennen teils sogar obligatorisch, da sonst keinerlei Empfang möglich wäre. Auch beim geplanten 5G-Ausbau wird sich dies aller Voraussicht nach nicht ändern, so dass für den Einsatz von 5G-Routern außerhalb der Städte wieder spezielle Antennen nötig sein werden. Das folgende Bild zeigt exemplarisch eine geläufige LTE-Richtantenne zur Empfangsoptimierung.

typische 4G Richtantenne

Beispielbild einer typischen 4G-Richtantenne für optimale Verbesserung bei schlechten Empfangsbedingungen


Welche konkret, das hängt vor allem von der Frequenz ab, mit der vor Ort gefunkt wird. Zu den im 2. Quartal 2019 versteigerten Betriebsfrequenzen gehört ein Bereich bei 2 GHz. Diese eignet sich weit besser für den ländlichen Raum, wie die anderen Bänder bei 3.6 GHz, welche ideal für den urbanen Bereich sind. Für 5G-Funk bei 2 GHz könnten daher auch ältere LTE-Antennen genutzt werden, welche für dieses Band ausgelegt waren, wie diese hier. Gleiches gilt, falls künftig ggf. noch das Band um 700 MHz für den 5G-Ausbau in der Fläche eingesetzt wird (sehr wahrscheinlich).

Dagegen ist der Bereich ab 3.4 GHz gänzlich neu für den privaten Mobilfunk, so dass es hier spezieller, neuer Modelle bedarf. Aktuell (Mai 2019) konnten wir nur ein Produkt recherchieren – und zwar diese omni-direktionale Stabantenne von „Welotec“. Der Hersteller wirbt mit einem Frequenzbereich von 3,4 bis 3,8 GHz. Deren Antennengewinn wird mit 6 dBi beziffert, was realistisch sein dürfte. Allerdings handelt es sich nur um eine Stabantenne, also einem Antennentyp, mit dem sich ohnehin nur geringe Gewinne erzielen lassen. Richtantennen versprechen weit mehr "Verstärkung", entsprechende Modelle erwarten wir aber nicht vor 2020. Als Anschlussart bei der Welotec, kommt übrigens eine N-Type Buchse zum Einsatz. Vorherrschend bei handelsüblichen LTE-Routern waren bisher aber die Steckerformate CRC und TS-9 S sowie SMA. Welche sich bei 5G-Routern künftig durchsetzen, steht noch in den Sternen …

Da hierzulande ohnehin nicht vor Ende 2019 mit ersten 5G-Tarifen und kompatiblen Routern zu rechnen ist, zeigt sich die Frage nach passenden Antennen ohnehin noch zu früh. Sobald es erste Endkundenprodukte gibt, werden wir hier darüber berichten.

5G Antennen für den Netzausbau der Mobilfunkprovider

Nur mit speziellen Funkantennen können die Netzbetreiber mit den Endgeräten der Kunden kommunizieren. Moderne Antennenelemente, die man in den Städten auf vielen Dächern sieht, decken gleich mehrere Frequenzbereiche und Mobilfunkgenerationen ab. Statt für 2G, 3G, 4G und 5G je eine Antenne, funken heutige Module nach Bedarf praktisch auf allen Bereichen. Die Deutsche Telekom setzt beispielsweise spezielle Heptaband-Antennen ein (Hepta = 7). Diese können also auf 7 Bändern gleichzeitig funken. Durch die Kompaktbauweise lässt sich die Zahl der nötigen Module auf deutschen Dächern deutlich reduzieren.



Einer der weltweit führenden Hersteller solcher Funkantennen ist die Firma „CommScope“. Jedes Hepta-Modul ist dabei gut 2 Meter lang. Interessenten können sich im Video oben einen Überblick über das Innenleben einer solchen Antenne machen. Zudem zeigt der folgende Clip, wie die Installation auf einem Haus erfolgt.