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5G Mobilfunk

Deutschlands größtes, unabhängiges Infoportal zum LTE-Nachfolger


Das sogenannte LTE bietet seit 9 Jahren rasend schnelles Internet auch für unterwegs. Doch die 4. Mobilfunkgeneration (4G) wird natürlich nicht das Ende der technischen Entwicklung markieren. Gut 6 Jahre arbeiteten die Mobilfunkingenieure weltweit am Nachfolgerstandard 5G, welcher in den kommenden Jahren alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen soll. Nicht nur in puncto Datenrate!

Hier erfahren Sie, was 5G-Funk alles leisten wird, wo die Vorteile liegen und welche schnellen Alternativen es sonst noch gibt. Zudem halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.


5G - was kann die 5. Mobilfunkgeneration?


Was ist 5G?

Zunächst handelt es sich bei „5G“ einfach nur um eine Abkürzung, welche für die 5. Mobilfunkgeneration steht. Aktuell ist 4G (LTE) noch weltweit der vorherrschende Standard für mobiles Internet. Bald schon, wird auch Telefonie größtenteils über 4G abgewickelt – hier spricht man dann von VoLTE (Voice over LTE). Auch über 5G sollten künftig Telefonate abgewickelt werden (Vo5G). Ursprünglich sollte 5G erst 2020 in Deutschland ans Netz gehen. Doch erste Stationen gingen bereits im Juli 2019 online! Zudem vertreiben Telekom, Vodafone, O2 sowie 1&1 schon erste Tarife und Endgeräte.

Neben deutlich höheren Datenübertragungsraten, bringt der 4G-Nachfolger noch weitere fundamentale Verbesserungen mit sich. Alle zusammen haben dabei durchaus das Potenzial den gesamten Mobilfunkmarkt abermals umkrempeln. So viel steht heute schon fest! Doch welche Kriterien grenzen 5G vom 4G-Vorgänger genau ab? Worin liegen die Unterschiede? Diese Frage beantworten wir hier im Einzelnen.

:: Top-News der letzten Monate

Sept 2020: O2 startet endlich mit dem 5G-Betrieb

Ursprünglich sollte es schon im ersten Quartal losgehen. Nun startet aber O2 endlich wirklich mit 5G. Vorerst nur in 5 Städten, aber bald schon soll das Netz deutlich wachsen. Mehr dazu hier.


August 2020: 5G-Ausbau der Dt. Telekom weit fortgeschritten

Die Deutsche Telekom konnte in nicht einmal einem Jahr die Abdeckung von 0 auf nahezu 50 Prozent ausweiten. Wie der Konzern bekannt gab, können schon gut 40 Mio. Bürger erreicht werden.


Februar 2020: 1&1 luncht ebenfalls 5G-ready Tarife

Da 1und1 zunächst 5G nur in Kooperation mit O2 bieten möchte (bis das eigene Netz steht), war zu erwarten, dass der Anbieter rasch nachzieht und eigenen Tarife präsentiert. Insgesamt drei 5G-Tarifangebote hat der Konzern nun im Portfolio.


Februar 2020: O2 startet erste 5G-Tarife

Nachdem bereits Vodafone und Dt. Telekom intensiv am 5G-Ausbau arbeiten, startet O2 nun auch erste kompatible Tarife die "ready" für 5G sind. Los gehen soll es noch im ersten Quartal 2020.


Februar 2020: Telekom macht erstmals Prepaid-Tarife 5G-fähig

Das der Einstieg ins 5G-Zeitalter keinesfalls sehr teuer sein muss, zeigt aktuell die Telekom. So können ab sofort die MagentaMobil-Prepaidangebote für nur 3 € mit dem LTE-Nachfolger aufgewertet werden. Mehr dazu hier.


September 2019: Vodafone & Telekom streichen Aufpreis für 5G

Nachdem Vodafone zunächst 5 € Aufpreis für 5G verlangte, stricht der Provider überraschend die Mehrkosten. Auch die Telekom verlangt bei den Smartphone-Tarifen nichts extra. Zu den Tarifen.


aktuelle 5G-Testberichte

Die wohl interessanteste Frage für Interessenten ist, wie schnell ist 5G schon und wie gut die Abdeckung/Reichweite? Wir haben mit einem 5G-Smartphone bewaffnet in Bonn den Praxistest gemacht. hier gehts zum 5G-Testbericht

5G am Smartphone im Outdoortest mit fast 1000 MBit/s

Erfahrungsbericht zum CPE 2 Pro von Huawei
Mitte 2020 tauschte die Dt. Telekom den zu den 5G Speedbox Tarifen gehördenden HTC 5G Hub (siehe folgend) durch den neueren CPE 2 Pro von Huawei aus. Das gleiche Gerät steckt übrigens auch hinter dem neusten Gigacube 5G von Vodafone. Gleich zwei gründe für uns, den Huawei-Router ausführlich zu testen. Wie gut schneidet dieser zum Vorgänger ab, was ist besser geworden, was ggf. schlechter? » zum Test des CPE 2 Pro 5G

HTC 5G Hub im Test
5G-Anbieter.info hat auch den ersten 5G-Router der Deutschen Telekom für Sie getestet. Die Rede ist vom HTC 5G Hub. Das Modell ist nicht nur wegen seinem Modem für den LTE-Folgestandard etwas Besonderes. Er verfügt erstmals über einen Touchscreen und Android als Betriebssystem. Damit kann der Router theoretisch sogar zum browsen eingesetzt werden, falls gerade kein Smartphone oder Tablet vorhanden ist.

Doch wie gut schlägt sich der 5G-Router in der Praxis und was kostet er? Plus Details zu passenden Tarifen! Hier gehts zum Test des HTC 5G Hub von der Dt. Telekom.

Interviews zum Thema 5G-Mobilfunk

5G und Landwirtschaft 4.0
Auch in der Landwirtschaft zieht mehr und mehr die Digitalisierung ein und hilft Landwirten, langfristig Zeit und Geld zu sparen, was wiederum der Umwelt zugute kommt. Doch welche Rolle spielt für diesen Trend der Mobilfunkausbau mit LTE und 5G? Wie wichtig ist die Anbindung an schnelle Datennetze heute schon und in Zukunft? In unserer Interview-Reihe zum Thema "5G in der Landwirtschaft" sprachen wir zum Auftackt mit Oliver Martin, Geschäftsführer von „FarmBlick“ über diese und andere Fragen rund um „Smart Farming“. Auch einen der weltweit führenden Anbieter für Landtechnikhersteller, die CLAAS E-Systems GmbH, fragten wir zu den Perspektiven und Möglichkeiten. Hier gab uns Frank Drexler, Head of Sales and Services interessante Einblicke in die Branche und die Rolle von Mobilfunk in der Landwirtschaft. Als nächstes haben wir vom Deutschen Bauernverband eine Einschätzung eingeholt. Wie sieht dieser den Stand der Digitalisierung und den Status des Netzausbaus? Den Abschluss der Reihe bildete ein Blick über den Tellerand ins Nachbarland Schweiz. Dort wollten wir von "Agroscope", dem schweizer Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung, mehr zum Stand und der Entwicklung bei den Eidgenossen wissen. Alle wichtigen Ergebnisse und mehr zum Thema, finden Sie übrigens komprimiert hier in unserem großen Spezial: 5G in der Landwirschaft.

5G in der Landwirtschaft


BfS sieht keine Gesundheitsgefahren durch 5G

Gefahr durch 5G-Funk?
Spätestens 2020 soll der 5G-Ausbau richtig Fahrt aufnehmen. Derweil debattieren Wissenschaftler, Ärzte und Verbraucher weltweit über mögliche Risiken der neuen Funktechnik und das aus mehreren Gründen. Doch sind die Sorgen berechtigt? Was sagt das zuständige Bundesamt für Strahlenschutz zu den aufkommenden Ängsten und Bedenken? Sieht man gar selbst noch Forschungsbedarf und warum? All diese und weitere wichtige Aspekte haben wir in einem ausführlichen Interview mit dem BfS erörtert. » zur Pressemitteilung


Gesundheitsgefahr durch 5G?

Gefahr durch 5G-Funk?
2020 soll es endlich losgehen mit der LTE-Nachfolgetechnik. Doch bisher werden stets nur die positiven Aspekte beleuchtet. Nicht wenige Wissenschaftler und Ärzte weltweit warnen bereits im Vorfeld vor unabsehbaren Folgen für Natur und Gesundheit. Alles Spinnerei oder doch ein unterschätztes Risiko? Wir sprachen mit Jörn Gutbier vom Verein „diagnose:funk“ über mögliche Gefahren durch 5G und worin diese begründet liegen.


Wie schnell ist 5G und wird es bald noch?

Die anvisierten Datenübertragungsraten liegen weit über dem Niveau der Vorgängerstandards. Bei den Tests erster Endkundennetze, lag die Geschwindigkeit aber deutlich unter den Erwartungen von weit über einem Gigabit. Woran liegt das? Mehr zum Stand, Ursachen und Perspektiven erfahren Sie hier in unserem 5G Speed Themenspezial.

Datenraten: Entwicklung von 2G zu 5G

Smartphones und andere Endgeräte mit 5G

Das dichteste und schnellste Netz nützt leider nichts ohne entsprechend kompatible Hardware. Wer die Funktechnik auf seinem Handy nutzen möchte, benötigt zwingend ein neues 5G-fähiges Smartphone (iPhone?). Nachdem es anfänglich nur eine Hand voll Modelle gab, kann sich die Auswahl bereits sehen lassen. Nur bei 5G-Routern und insbesondere 5G-Tablets, fällt die Modellvielfalt noch bescheiden aus. Wir zeigen, welche Möglichkeiten es schon gibt und was das aktuell kostet.

über 1000 MBit an einem 5G-Router im Telekomnetz

Ist überhaupt Bedarf für 5G vorhanden?

Auch heute genügen den meisten Verbrauchern Datenraten von 50-100 MBit/s im Alltag völlig. Allerdings dürften Smartphones und Tablets in 3-5 Jahren weit schärfere Videos und Bilder produzieren wie heute. Nachdem 4K schon fast Standard ist, sind 8K-Auflösungen bereits im Kommen und generieren immense Dateigrößen beim Fotografieren bzw. Filmen. Der regelmäßige Transfer von mehreren Gigabyte oder gar Terrabyte, dürfte daher bald zum Alltag gehören. Mit heutigen 4G-Tarifen wären die Wartezeiten für solche Datenmengen hingegen endlos (mehreren Stunden), ganz abgesehen vom fehlenden Inklusivvolumen. Auch das Segment „mobile TV“ sowie Streaming entwickelt sich rasant und treibt das generierte Datenvolumen in den Mobilfunknetzen weltweit jährlich auf neue Rekorde.

Wachstumsraten weltweiter Traffic

Ericsson Mobilfunkreport 2019


Wie die Grafik zeigt, beschleunigt sich der Trend erheblich. Allein von Q4 2015 bis Q4 2018 stieg der monatliche Datentraffic weltweit von rund 5 Exabytes auf über 26 Exabytes je Monat. Seit 2018 sind die jährlichen Wachstumsraten (schwarze Linie sogar von nahezu 60 Prozent auf teilweise 90 Prozent explodiert. Schon 2024, so die Prognose, wird der monatliche Welt-Traffic gut 131 EB betragen – nach 28 EB in 2018.

Ohne verbesserte und leistungsfähigere Mobilfunknetze ist dieses Szenario nicht zu bewältigen, da sind sich weltweit praktisch alle Experten einig. 5G soll diesen Daten-Tsunami künftig meistern. Doch nicht nur das! Denn die Industrie hat großes mit dem neuen Funkstandard vor. Konkret geht es um das recht neue Segment der Maschine-zu-Maschine Kommunikation (M2M). Insbesondere die Vision des autonom fahrenden Autos und vom „Internet der Dinge“ (IoT), könnte mit 5G überhaupt erst möglich werden.

Anwendungen und Vorteile im Überblick

Aktuell hat es noch eher etwas mit einem Blick in die Glaskugel gemein, sich Anwendungen auszumalen, in denen der 5G-Standard einmal seine Stärken komplett ausspielen wird. Selbst die Möglichkeiten welche heute 4G/LTE bietet, sind noch längst nicht gänzlich ausgelotet. Dennoch weist der 5G-Standard etliche Vorteile auf, die erstmals einige konkrete Anwendungs-Szenarien zulassen oder besser bewältigen können als Vorgängerstandards. Einen Überblick zu den möglichen Anwendungsfeldern finden Sie hier.


Seit wann gibt es 5G auf dem Markt?

Aus weltweiter Sicht, hat sich Deutschland ziemlich viel Zeit gelassen mit dem Start der ersten 5G-Netze. Einige Länder waren uns um bis zu einem Jahr voraus. Die Schweiz und Österreich ca. ein halbes Jahr. Seit Juli 2019 funken nun die ersten Basisstationen bei uns. Mehr zum aktuellen Stand des 5G-Ausbaus erfahren Sie hier. Immerhin: Der bereits vor Jahren anvisierte Plan von Ericsson (siehe folgendes Bild), zur weltweiten 5G-Einführung wurde mehr als erfüllt!


Timeline von Ericsson bis 2020

Fahrplan von Ericsson zur 5G-Einführung | Bild 5G-Anbieter.info


Huawei prognostizierte die Entwicklung ebenfalls recht treffend, wie das folgende Schema zeigt. 2012 wurden erstmal LTE-Advanced-Netze gestartet - in Deutschland übrigens Ende 2014. Für 2016 rechnete der Konzern mit 5G ähnlichen Übergangstechniken bzw. ab LTE Rel. 13 oder 14. Die Definition des ersten 5G-Standards (Rel. 15 non standalone) erfolgte sogar bereits Ende 2017 - ein halbes Jahr später folge die Spezifikation der stand alone Variante - mehr dazu hier.

Prognose und Entwicklungen von 4G zu 5G

Fließender Übergang von 4G zu 5G

Die Grundlage für viele fortschrittliche Techniken, durch die sich 5G auszeichnet, wurde bereits vor Jahren gelegt. Denn der LTE-Standard wird seither stetig weiterentwickelt. Mit dem sogenannten LTE-Advanced hielt z.B. das Verfahren der Carrier Aggregation Einzug. Eine elementare Technik welche es erlaubt, verschiedene Frequenzbereiche zu einem Nutzband mit Breite X MHz (z.B. 200 MHz) zu bündeln. Eben jene Fähigkeit zählt zu den Kerntechniken des Nachfolgers, da hier künftig sowohl Frequenzen im Bereich unter 6 GHz zum Einsatz kommen (Details weiter unten), als auch darüber (mmWave). Auch „High-Order MIMO“ oder „3D Beamforming“ seien an dieser Stelle genannt. Viel ging bereits in vorangegangene LTE-Releaestufen ein. 5G Release 15 sah zudem von Beginn an die Möglichkeit vor, bestehende LTE-Netze mit 5G NR (New Radio) zu kombinieren. Auch genannt 5G-Release 15 Non-Standalone. Der Übergang von 4G zu 5G wird daher in Teilen fließend sein.

Probleme, die zu lösen sind …

Nach aktuellem Stand können wir drei zentrale Probleme ausmachen, welche für die Mobilfunkanbieter auch nach der Markteinführung in Deutschland elementar erscheinen. Herausforderung Nummer 1 wurde bereits größtenteils gelöst: Bis 2018 war „5G“ nämlich lediglich ein Überbegriff, unter dem jeder Entwickler weltweit etwas anderes verstehen konnte. Ursprünglich sollte es schon 2016 soweit sein und verbindliche Kriterien in einem Standard aggregiert sowie definiert werden. Mitte 2018 konnte die Standardisierung für 5G endlich in seiner ersten Ausprägung abgeschlossen werden.

Problem 2: Eine Kernforderung für kommende 5G-Netze (new radio access network ~ RAN) sieht Zieldatenraten von 1 Terrabit/s pro Quadratkilometer vor. Das heißt vereinfacht gesagt, viel mehr Nutzer können auf gleicher Fläche gleichzeitig viel mehr Daten transferieren und das bei deutlich besseren Geschwindigkeiten. So sehen die Zielvorgaben ca. 10-100 Mal mehr bedienbare Endgeräte vor. Zudem Spitzendatenraten von 10-20 GBit, wobei 100 MBit als Untergrenze jederzeit verfügbar sein sollen. Und das bei 10-tausendfachem Transfervolumen! Nokia[1] geht davon aus, dass 2030 das Datenvolumen pro Kunde 30 GB pro Tag betragen wird, bei einer Kundendichte von 10.000/km².

Die Provider müssen also entweder extrem leistungsstarke Richtfunkstrecken installieren, oder besser noch, hochperformante Glasfaseranbindungen zu jedem Mast installieren, was mit erheblichen Investitionen verbunden sein wird.

alter LTE-Mobilfunkmast von O2

Drittens: Eine weitere Kernforderung für 5G sind Latenzen unter 1 Millisekunde. Dies wir wahrscheinlich in der Praxis für Endkunden kaum realisierbar sein. Höchstens im Bereich M2M. Oder wenn in den Innenstädten ein extrem engmaschiges Netz an Funkstationen, sogenannten Smart-Cells aufgebaut wird.

Die vierte Hürde wird durch den Mangel an Funkfrequenzen markiert. 5G benötigt für die geplanten Speedwerte viel breitere Frequenzbänder, als heute üblich. Auch die im Juni 2019 ersteigerten Bänder für 5G liefern erstmal nur eine rudimentäre Basis. Bis 6 GHz (Sub-6-GHz) sind die „Claims“ aber weiterstgehend abgesteckt und schon in Nutzung für 2G, 3G, 4G und WLAN. Ein Weg führt daher über die parallele Nutzung in diesem Bereich und der Abschaltung nicht mehr benötigter Ressourcen. Ersteres wird bereits in Form des sogenannten Dynamic Spectrum Sharings realisiert. Darüber hinaus werden O2, Dt. Telekom und Vodafone bis spätestens 2022 3G endgültig abschalten.

Es gilt aber als ausgemacht, dass auch andere, neue Frequenzbereiche zum Einsatz kommen, die deutlich über der 6 GHz-Marke liegen, man spricht hier auch vom mmWave Bereich.

Illustration Banbreiten: 5G auf Sub 6 GHz versus 5G NR auf mmWave

Im Gespräch sind Bänder bei 26 GHz mit einer Gesamtbreite von 100-1.000 MHz. Zum Vergleich: Heute werden bei 4G bis zu 60 MHz per Carrier Aggregation für Datenraten von 500 bis maximal 1000 MBit verwendet. Leider gibt es mit den geplanten Bändern über 6 GHz aber einige Probleme: Je höher allerdings die Frequenz, desto niedriger die Reichweite.

5G auf dem Land unrealistisch?

Tatsächlich sah es zunächst danach aus. Auch wir waren sehr skeptisch. Denn die Provider müssten ein extrem dichtes Netz von Mini-Basisstationen (mit Glasfaseranbindung) schaffen, weit dichter als heute, was mit enormen Kosten einher ginge. Doch es zeichnete sich bereits Mitte 2020 eine Lösung ab. Der Flächenausbau bei 5G wird mit niedrigeren Frequenzen, etwa bei 700 MHz erfolgen. Vodafone verfolgt genau diese Strategie, während die Dt. Telekom vermehrt 5G bei 2,1 GHz (n1) ausbaut - jeweils in Verbindung mit dem schon genannten DSS, wo sich LTE und 5G einen Frequenzbereich teilen. Das reduziert alles in allem die mögliche Datenrate deutlich auf unter 300 MBit/s. Dafür kommt der Ausbau deutlich schneller voran und soll schon in wenigen Jahren nahezu die flächendeckend sein. Einzig der Traum von Gigabit-Datenraten auf dem Land bleiben so weiter Zukunftsmusik. Es sei denn, der FWA-Ansatz wird weiterverfolgt. Auch 5G über Satellit wird erprobt und steht zur Debatte.

Mobilfunkmast für LTE mit Richtfunkelementen

[1] Nokia Whitepaper