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5G Flatrate

Unbegrenzt surfen mit dem LTE-Nachfolger?


Der LTE-Nachfolger „5G“ ist bereits Mitte 2019 in Deutschland gestartet. Erste Geräte und Tarife sind verfügbar, wenn auch zunächst nur in wenigen Städten. Doch was bieten die Angebote im Vergleich zu "normalen" Mobilfunk-Flatrates mit LTE? Gibt es auch Tarife mit mehr Volumen geben oder sogar ohne Drosselung? Und welche Alternativen bietet sich Verbrauchern heute schon für richtig schnelles, mobiles Internet?

5G Flatrates: Alles schneller, alles besser?

Die neuste Generation wird vor allem eines: Sau schnell! Während aktuell maximal 500-1500 MBit möglich sind (mehr zur Geschwindigkeit hier), dürften spätestens 2021/22 5G-Flatrates mit weit über 1 GBit Standard sein. Und auch bei den Latenzzeiten (Ping) sorgt 5G für einen echten Turboboost. Zwar liegen die Zielvorgaben bei rund 1 Millisekunde, doch in der Praxis sind eher 3-10 Millisekunden realistisch - zumindest für Privatkundentarife. Das ist immerhin Glasfaserniveau und um ein Vielfaches flotter als die schnellsten LTE-Zugänge heute. Hier sind aktuell im besten Fall 15-20 ms zu erwarten. Doch vom elementarsten Kritikpunkt bei Internet per Mobilfunk, werden wir wohl auch bei 5G noch nicht gänzlich verabschieden können. Die Rede ist von der sogenannten Drosselung.

5G am Smartphone und Laptop

5G wieder mit Drossel?

Das Datenaufkommen in den Mobilfunknetzen wird weiter extrem stark zulegen und mit höheren Datenraten stehen den Nutzern künftig noch neue Anwendungsmöglichkeiten offen, was wiederum zu einer Beschleunigung der Engpasssituation an den Mobilfunkknotenpunkten führen dürfte. Von daher wird es auch bei 5G weiter vor allem im Volumen begrenzte Tarife und nur wenige 5G-Flatrates geben. Ist das Highspeedvolumen-Kontingent aufgebraucht, wird die Datenrate also weiter stark reduziert. Bei Datenraten über 1.000 MBit, sind jedoch die typischen Kontingente von 5-60 GB monatlich sehr rasch aufgebraucht. Wie unser aktueller 5G-Tarifvergleich zeigt, überwiegt zurzeit noch die Volumenlimitierung. Es gibt aber immer mehr Ausnahmen!

5G-Tarife ohne Drossel

Mittlerweile bietet tatsächlich jeder der vier 5G-Anbieter auch Alternativen ohne Drosselung. Das gilt für die Smartphone-Nutzung, wie teilweise auch im Heimbereich (DSL-Alternative) echte 5G-Flatrates:


Dt. Telekom: Der Mobilfunker hat zunächst eine Allnetflat fürs Handy im Angebot, die durchweg unbegrenztes Datenvolumen bietet. Diese nennt sich "Magenta Mobil XL". Für den stationären Einsatz schicken die Bonner "Speedbox XL" ins Rennen. Leider spiegelt sich das unbegrenzte Surfvergnügen bei der Telekom auch deutlich im Preis wieder, wie Sie hier in unserer Tarifübersicht sehen können.

Vodafone: Die Düsseldorfer haben ebenfalls einen grenzenlosen Smartphone-Tarif im Angebot. RED XL bietet gleichfalls keine Limits, rangiert aber wie das Pendant der Telekom über 80 € monatlich. Gigacube Pro verspricht dagegen stationäres (aber transportables) Internet mit 5G Speed.

O2 Telefónica: O2 bietet lediglich Handy-Tarife mit 5G ohne Limitierung. Insgesamt zwei, genauer gesagt O2 Free Unlimited Max & Pro. Allerdings befindet sich das O2 5G-Netz noch im Aufbau.

Mobilfunkturbo schon heute nutzen

Sicher will kaum einer noch 1-2 Jahre warten, bis der 5G-Ausbau ausreichend vorangeschritten ist, und nicht nur wenige städtische Regionen 5G-Abdeckung bieten. Das müssen Sie auch nicht! Bereits heute bietet LTE (4G) enorme Leistungen, teils schneller als etwa die Glasfasertarife der Telekom. Denn per LTE-Advanced bietet die Telekom Tarife mit bis zu 300 MBit/s. Bei Vodafone können gar 500 MBit erreicht werden. Zudem spart man Geld, da keine neuen Geräte angeschafft werden müssen. Verfügbar sind die Turbo-Tarife sowohl fürs Smartphone (Allnetflats) und zum Einsatz am Tablet/Stick. » zu den LTE-Tarifen der Telekom » zu den Angeboten von Vodafone

Wechsel wozu?

Nur die höhere Geschwindigkeit von 5G-Flats, wird aber kaum das entscheidende Wechselargument sein. Wozu also eigentlich ein Generationswechsel? Ganz einfach - der 5G-Standard hilft auch den Netzbetreibern! Zum einen steigt die sogenannte Spektraleffizienz. Der Anbieter kann bei gleichem Frequenzspektrum also mehr Kunden mit mehr Daten in derselben Zeit versorgen und das bei besserer Energieeffizienz. Zudem sorgen höhere Geschwindigkeiten tendenziell zu einer effektiveren Auslastung von Mobilfunkmasten. Denn die Anfrage eines Kundenendgerätes kann nun in kürzerer Zeit bedient werden und der Mast ist wieder „frei“ für andere Kunden. Andererseits kommen die Endgeräte der 5G-Nutzer mit weniger Strom aus und sind bei Downloads und Streaming fast in Echtzeit fertig.

5G Speedcheck

"5G" Demo mit Speedtest auf dem MWC 2015