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5G Flatrate

Unbegrenzt surfen mit dem LTE-Nachfolger?


Der LTE-Nachfolger „5G“ ist bereits Mitte 2019 in Deutschland gestartet. Etliche Geräte und Tarife sind heute schon verfügbar. Auch die Netzabdeckung steigt Monat für Monat. Doch was bieten die Angebote im Vergleich zu "normalen" Mobilfunk-Flatrates mit LTE (4G)? Gibt es auch Tarife mit mehr Volumen geben oder sogar ohne Drosselung? Und welche Alternativen bietet sich Verbrauchern heute schon für richtig schnelles, mobiles Internet?

5G Flatrates: Alles schneller, alles besser?

Die neuste Generation ist vor allem eines: Sau schnell! Während aktuell über 5G-Funk maximal 500-1500 MBit möglich sind (mehr zum Thema Geschwindigkeit hier), dürften spätestens 2024/25 5G-Flatrates mit weit über 2 GBit/s Standard sein. Nötig sind dafür noch neue Frequenzbereiche (mmWave) und der komplette Umstieg auf 5G-standalone.

Auch bei den Latenzzeiten (Ping) sorgt 5G für einen echten Turboboost. Zwar liegen die Zielvorgaben bei rund 1 Millisekunde, doch in der Praxis sind eher 3-10 Millisekunden realistisch - zumindest für Privatkundentarife. Das ist immerhin Glasfaserniveau und um ein Vielfaches flotter als die schnellsten LTE-Zugänge heute. Hier sind aktuell im besten Fall 15-20 ms zu erwarten.

Doch vom elementarsten Kritikpunkt bei Internet per Mobilfunk, werden wir wohl auch bei 5G noch nicht gänzlich verabschieden können. Die Rede ist von der sogenannten Drosselung.

5G am Smartphone und Laptop

5G wieder mit Drossel?

Das Datenaufkommen in den Mobilfunknetzen wird weiter extrem stark zulegen und mit höheren Datenraten stehen den Nutzern künftig noch neue Anwendungsmöglichkeiten offen, was wiederum zu einer Beschleunigung der Engpasssituation an den Mobilfunkknotenpunkten führen dürfte. Von daher wird es auch bei 5G weiter langfristig vor allem im Volumen begrenzte Tarife geben. Echte Flatrates bleiben daher weiter rar und teuer. Ist das Highspeedvolumen-Kontingent aufgebraucht, wird die Datenrate also auch mit 5G stark reduziert. Bei Datenraten über 1.000 MBit, sind jedoch die typischen Volumen-Kontingente von 3-60 GB monatlich sehr rasch aufgebraucht. Wie unser aktueller 5G-Tarifvergleich zeigt, überwiegt zurzeit noch die Volumenlimitierung. Es gibt aber immer mehr Ausnahmen!

5G-Tarife ohne Drossel: Echte Flats...

Mittlerweile (Ende 2022) bietet tatsächlich jeder der vier 5G-Anbieter auch Alternativen ohne Drosselung. Das gilt für die Smartphone-Nutzung, wie teilweise auch im Heimbereich (DSL-Alternative) echte 5G-Flatrates:


Dt. Telekom: Der Mobilfunker hat zunächst eine Allnetflat fürs Handy im Angebot, die durchweg unbegrenztes Datenvolumen bietet. Diese nennt sich "Magenta Mobil XL". Für den stationären Einsatz schicken die Bonner "Speedbox XL" ins Rennen. Leider spiegelt sich das unbegrenzte Surfvergnügen bei der Telekom auch deutlich im Preis wider, wie Sie hier in unserer Tarifübersicht sehen können.

Vodafone: Die Düsseldorfer haben ebenfalls einen grenzenlosen Smartphone-Tarif im Angebot. GigaMobil XL bietet gleichfalls keine Limits, rangiert aber wie das Pendant der Telekom im Bereich von über 80 € monatlich. Gigacube Pro verspricht dagegen stationäres (aber transportables) Internet mit 5G Speed (aber nur 500 GB).

O2 Telefónica: O2 bietet zunächst besonders günstige 5G-Handy-Tarife ohne Limitierung. Insgesamt drei, genauer gesagt O2 Free Unlimited Basic, Max & Pro. Die volle Datenrate genießt man allerdings nur im Pro-Tarif, die anderen sind deutlich gedrosselt auf 2-10 MBit/s. Dafür startet die Datenfreiheit ohne Grenzen hier auch schon bei rund 30 € im Monat. Für Zuhause als DSL-Ersatz bietet sich my Home per Homespot an. Ebenfalls ohne Limit ab knapp 30 €.

Internet zuhause per Funk

Internet zuhause per Flat über Funk


Highspeed Mobilfunkturbo zur Not auch ohne 5G

Wer noch nicht auf 5G umsteigen will oder kann (Ausbau), muss dennoch nicht zwingend auf schnelles Internet unterwegs verzichten. So bietet auch das gut ausgebaute LTE (4G)-Netz teils enorme Leistungen. Denn per LTE-Advanced bietet die Dt. Telekom Tarife immerhin bis zu 300 MBit/s. Bei Vodafone können gar 500 MBit/s erreicht werden und O2-Kunden surfen mit maximal 300. Zudem spart man Geld, da keine neuen Geräte angeschafft werden müssen. Verfügbar sind die Turbo-Tarife sowohl fürs Smartphone (Allnetflats) und zum Einsatz am Tablet/Stick. » zu den LTE-Tarifen der Telekom » zu den Angeboten von Vodafone » zu den O2 4G-Tarifen

Wechsel wozu?

Nur die höhere Geschwindigkeit von 5G-Flats wird aber kaum das entscheidende Wechselargument sein. Wozu also eigentlich ein Generationswechsel? Ganz einfach - der 5G-Standard hilft auch den Netzbetreibern! Zum einen steigt die sogenannte Spektraleffizienz. Der Anbieter kann bei gleichem Frequenzspektrum also mehr Kunden mit mehr Daten in derselben Zeit versorgen und das bei besserer Energieeffizienz. Sie selbst sparen dadurch z.B. am Handy Strom, was den Akku schon.

Zudem sorgen höhere Geschwindigkeiten tendenziell zu einer effektiveren Auslastung von Mobilfunkmasten. Denn die Anfrage eines Kundenendgerätes kann nun in kürzerer Zeit bedient werden und der Mast ist wieder „frei“ für andere Kunden. Andererseits kommen die Endgeräte der 5G-Nutzer mit weniger Strom aus und sind bei Downloads und Streaming fast in Echtzeit fertig.