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5G Upload

Wie schnell kann man Daten mit 5G hochladen?


Anfang 2019 starten weltweit erste Provider Tarife mit dem LTE-Nachfolger 5G. Und auch in Deutschland ist 5G in immer mehr Regionen verfügbar. So erreichte die Dt. Telekom z.B. Ende 2022 schon gut 92% der Bevölkerung. Aber in sämtlichen Medien liest man ständig nur von den extrem hohen Downstream-Datenübertragungsraten. Daher stellt sich die Frage: "Wie schnell wird eigentlich der Upload bei 5G?".

5G Symbol auf dem Smartphone

Upload-Leistung der ersten deutschen 5G-Tarife

In dem meisten Medien kann man lesen, dass die 5G-Technik mehrere Gigabit (1 GBit = 1000 MBit) schafft. Von bis zu 20 GBit/s ist teilweise die Rede. Und auch im Upload sollen mehrere hundert MBit machbar sein. Von den genannten Werten sind wir in Deutschland aber noch weit entfernt! Vodafone gibt aktuell eine 5G-Datenrate von bis zu 1000 MBit/s im Download und bis 150 MBit/s beim Upload an. Die Deutsche Telekom macht hingegen keine konkreten Angaben. In unseren Tests konnten wir aber in der Spitze über 1500 MBit/s im Downstream erzielen, was schon sehr ordentlich ist. Der Upload-Wert bewegt sich dagegen meist "nur" im Bereich von 50-100 MBit/s in der Spitze, was leider nur dem Niveau aktueller LTE-Advanced Netze entspricht. Nur in Gänsefüsschen, da selbst die meisten Glasfaser-Tarife daheim kaum mehr als 100 MBit/s bieten - bei VDSL sind es maximal 40 MBit/s.

Höhere Sende-Datenraten erwarten wir erst, wenn noch mehr Frequenzbänder für 5G zur Verfügung stehen und die Provider vermehrt auf standalone 5G (SA) umstellen. Bisher setzt der LTE-Nachfolger nämlich überwiegend noch auf bestehende 4G-Netze auf. Erst seit 2022 werden immer mehr Stationen umgerüstet auf richtiges 5G. Vodafone nennt das Ganze dann z.B. werbewirksam "5G+". Langfristig könnten über 5G SA dann auch im Upload 300-1000 MBit/s möglich sein.

Aktuell gibt es beim Upload über 5G noch kaum Vorteile gegenüber LTE, was technisch bedingt ist. 50-150 MBit pro Sekunden sind aber zurzeit machbar.

5G Upload-Datenrate: zwischen Theorie und Praxis

Die ITU hat bereits vor Jahren die Mindestanforderungen einer Mobilfunkstation hinsichtlich Down- und Uploadrate für 5G definiert. Demnach sollte die minimale Kapazität eines 5G-Mastes für das Laden von Daten bei 20 GBit/s liegen. Beim Upload wurde die Hälfte, also 10 GBit/s vorgegeben. Wohlgemerkt beziehen sich die Angaben nur auf die Kapazität der Basisstation, welche sich alle Nutzer im Reichweitenradius teilen müssen.

Natürlich ist auch der ITU bekannt, dass es sich bei den Geschwindigkeitsangaben stets um Idealwerte unter Laborbedingungen handelt, welche in der Praxis deutlich niedriger ausfallen. Daher wurde noch die „minimale Nutzererfahrungs-Datenrate“ definiert. Also der Wert, unter den die Geschwindigkeit in der Praxis nicht fallen sollte. Beim Downstream liegt die Grenze nach unten bei 100 MBit/s. Für den Upload wurde abermals die Hälfte (50 MBit/s) definiert. Das entspricht immerhin in etwa den letzten Netztests von Computerbild & Co., welche bundesweit den ermittelten Durschnitt aller Messungen via LTE ausweisen. Hier liegt die mittlere Übertragungsrate (variiert auch nach Anbieter) aktuell fast genau auf diesem Level. Beispiel: CHIP Test-Ausgabe 01/2022: 108,59 Mbit/s im Download und 51,15 Mbit/s im Upload.

Es zeigt sich zudem: Ähnlich wie bei LTE, wird der Geschwindigkeits-Ratio von Download zu Upload weiterhin bei 1:3 oder 1:5 liegen. Für künftige 5G-Tarife mit 10 GBit/s, wären also 3-5 GBit/s Uploadrate realistisch. Am Ende hängt das vor allem auch an den zur Verfügung stehenden freien Frequenzbändern.



Weiterführendes

» Wie schnell ist 5G?
» Wie hoch ist die Reichweite von 5G-Masten?
» 5G langsamer als gehofft?