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5G in Stuttgart

Details zum 5G-Funk in der Baden-Württembergischen Metropole


Die Mobilfunktechnik der 5.Generation (5G) ging erstmals im Sommer 2019 ans Netz. Ganz vorne mit dabei, die Stadt Stuttgart. Sie zählte mit zu den allerersten deutschen Metropolen, in der das neue Netz für Wirtschaft und Verbraucher online ging. Doch wie ist der aktuelle Stand und welche Pläne gibt es? Alles zu den Anbietern, dem Ausbau und Kosten hier.

5G-Ausbau in Stuttgart

5G Stuttgart
Bereits Mitte 2018 legten Politik und Wirtschaft den Grundstein für den 5G-Ausbau in Stuttgart. Demnach sollte der Ballungsraum von Beginn an zu einer Art Modellregion werden. Konkret wurde damals dafür zwischen Oberbürgermeister Kuhn, den Landräten und der Dt. Telekom eine Absichtserklärung unterzeichnet. Nachdem die Telekom den Raum Stuttgart bereits als Modellprojekt unterstützte, folgten rasch auch andere Provider dem Beispiel. Bis Ende 2020 wurden bereits weite Teil der Stadt erschlossen. Allerdings nicht von allen Netzanbietern gleichermaßen, wie wir im folgenden Abschnitt noch sehen werden.

5G Anbieter für Stuttgart

An der Versteigerung der für den 5G-Ausbau nötigen Frequenzen nahmen 2019 vier Unternehmen teil. Vodafone, Dt. Telekom, O2 und erstmals auch 1&1.

Vodafone hat in der Stuttgarter Innenstadt 5G erst 5G-Antennen bereits in Betrieb, wie der Blick hier auf die Ausbaukarte des Anbieters zeigt. Längst noch nicht überall, aber es kommen stetig neue Antennen hinzu. Deutliche führend ist hier die Deutsche Telekom. Denn die Bonner deckten bereits Mitte 2020 fast die gesamte Innenstadt und etliche Randgebiete um Stuttgart ab (siehe Karte). Zum Beispiel Kornwestheim, Ludwigsburg oder Freiberg am Neckar. O2 Telefónica startete das eigene 5G-Netz in der Stadt (Karte) dagegen erst im Oktober 2020. Seither läuft der Netzausbau hier auf Hochtouren und soll spätestens 2022 abgeschlossen sein.


5G in Stuttgart von... Dt. Telekom Vodafone O2 Telefónica 1und1 (United Internet)
Angebote fürs Smartphone
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Angebote als Festnetzersatz
ja
ja
ja
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Was kosten das?

Überraschender Weise fallen die Kosten ungemein günstig aus. So verlangt Vodafone und Deutsche Telekom mittlerweile garkeinen Aufpreis bei den RED- bzw. MagentaMobil Tarifen. Lediglich für Prepaid-Kunden wird ein kleiner Obolus von rund 3 € verlangt. O2 bietet den Speedturbo dagegen erst in höheren Tarifklassen bei O2 Free an, dann aber auch kostenlos. Welche Angebote es schon gibt, zeigen wir hier.

5G am Smartphone in Stuttgart

Für wen lohnt 5G?

Zunächst rentiert sich 5G vor allem für Unternehmen. Endkunden surfen zwar aktuell auch etwas schneller als mit 4G, doch im Alltag reicht auch ein superschneller LTE-Tarif mit 100-500 MBit meist noch völlig aus. 5G bietet momentan in der Spitze etwas über 1 GBit verspricht und perspektivisch deutlich geringere Latenzen. Doch noch kann 5G seine volle Stärke längst nicht entfalten, da der Ausbau überwiegend noch non-standalone erfolgt. Erst künftige Verbesserungen werden Geschwindigkeiten deutlich über 2 GBit ermöglichen. Zum Vergleich: Selbst mit "nur" 100 MBit/s könnte man am Smartphone mehrere UHD-Streams von Netflix gleichzeitig bewältigen…

Es gibt allerdings eine Ausnahme – die Fixed Wireless Access Technik. Damit könnten bald im ländlichen Raum in Baden-Württemberg Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit angebunden werden auch ohne Glasfaser bis zum Haus. Die Basis dafür bildet der 5G-Standard. Oder aber stationäre 5G-Tarife, welche auf dasselbe Problem zielen...

Bedeutung für die lokale Industrie

Ganz anders verhält es sich da bei vielen Unternehmen im Raum Stuttgart Besonders die Autobauer Daimler, Porsche & Co. sind fast schon „abhängig“ von einem raschen 5G-Ausbau. Einerseits zur Erprobung von Zukunftstechniken wie autonomen Fahren und dem neuen Dauerbrennerthema „Internet der Dinge“ bzw. „Industrie 4.0“. Nur mit 5G könnten Autos künftig sicher auch untereinander kommunizieren und so Unfälle vermeiden und den Verkehr optimal steuern. Die 5G-Technik erlaubt nämlich ultrakurze Reaktionszeiten von teils unter 1 Millisekunde. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland, da sind sich fast alle Experten einige, wird 5G elementar für die Zukunftsfähigkeit werden. Darüber hinaus besteht im Südwesten bekanntlich noch größeres Nachholpotenzial. Teilweise kann man hier noch nicht einmal auf LTE zurückgreifen. Im März 2019 kündigte zudem Bosch an, seine Fabriken bereits mit 5G auszurüsten. Man wolle die Produktpalette bereits jetzt für 5G fit machen.

Mehr zu den Anwendungen von 5G erfahren.

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