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5G in München

Alles zum 5G-Funk in der bayerischen Landeshautstadt


Die bisher verwendeten Mobilfunktechniken, inklusive 4G, bringen die Netze immer weiter an ihre Grenzen. Daher soll die neuste 5. Generation (5G) Abhilfe schaffen und alle Kapazitäten enorm erhöhen. Zudem verspricht sich die Wirtschaft Wachstumsimpulse. Doch wie steht es um den 5G-Ausbau in München, welche Anbieter wird es geben und was kostet das?

Anbieter, Ausbau und Verfügbarkeit

München
Im 2. Quartal 2019 wurden zunächst die nötigen Mobilfunkfrequenzen für 6,6 Mrd. Euro versteigert. Als Bieter traten die Dt. Telekom, Vodafone, O2 sowie 1&1/Drillisch auf. Das sind auch die vier Unternehmen, welche mittelfristig 5G-Tarife in München bieten werden. Noch ist sich der 5G-Netzaufbau voll im Gange!

Im Juli 2019 gingen in München schließlich die ersten 5G-Mobilfunkstationen von Vodafone ans Netz. Die bayerische Hauptstadt gehörte somit zu den ersten fünf Städten Deutschlands, wo 5G verfügbar war. Vodafone bietet passende Tarife ohne monatlichen Aufpreis. Noch funkt 5G im Vodafonenetz aber nicht in der gesamten Innenstadt. Den aktuellen Stand zum Ausbau, können Sie dieser Karte entnehmen.

Im September 2019 folge die Deutsche Telekom mit ersten 5G-Antennen. Ende 2020 wurde fast schon ganz München versorgt (Karte). Auch hier kostet 5G in den Telekom-Vertragstarifen nichts extra!

Aber auch von O2 Telefónica können Münchner Verbraucher seit Oktober 2020 den Datenturbo nutzen. Noch wird aber nicht die ganze Stadt versorgt. Bis spätestens 2022 will der Provider aber alle Lücken schließen (Karte). O2 offeriert den 5G-Turbo aktuell in ausgesuchten Free-Tarifen.

Auch von 1&1 gibt es 5G in der bayerischen Landeshauptstadt übers O2-Netz, da beide Unternehmen eine Nutzungsvereinbarung getroffen haben (Tarife).

5G in München Dt. Telekom Vodafone O2 Telefónica 1und1 (United Internet)
Angebote fürs Smartphone
ja
ja
ja
ja
Angebote als Festnetzersatz
ja
ja
ja
nein

5G am Handy

Was kostet 5G?

Wie schon angedeutet, verlangen weder Vodafone noch die Telekom einen Aufpreis für 5G. Dennoch schwanken die Preise für die Angebote teils extrem. Mehr zu den 5G-Tarifen hier.

Vorteile und Geschwindigkeit von 5G

Die Folgetechnik von LTE soll nicht nur Smartphone-Tarife auf Gigabit-Niveau bringen, sondern vor allem auch gänzlich neu Industriezweige befeuern. Das Magazin „Hallo München“ hat Anfang des Jahres 2019 mehrere Experten befragt, worin sie die größten Chancen und Risiken von 5G sehen. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht vor allem Potenzial für die Wirtschaft. „Lokale Unternehmen können im internationalen Wettbewerb bestehen, Arbeitsplätze sichern. Wir drängen daher auf die zügige Realisierung des 5G-Ausbaus.“ Doch es gibt auch kritische Stimmen, etwa vom „BUND“, die im LTE-Nachfolger mögliche gesundheitliche Risiken fürchten. Zumindest das Bundesamt für Strahlenschutz teilt diese Annahmen nicht, wie wir in einem Interview erfuhren.

Wenn der 5G-Ausbau in München voran geht, könnten Kunden mit passenden Endgeräten und Tarifen gut 1-5 GBit schnell im Internet surfen. Theoretisch zumindest. In der Praxis dürften aber gut 300-500 MBit möglich sein. LTE bietet heute im Schnitt unter realen Bedingungen 50-100 MBit.

München früh als Forschungsmetropole für 5G positioniert

Die bayrische Landeshauptstadt steht, neben Berlin, bereits seit längerem im Fokus der Entwicklung mit und am 5G-Mobilfunkstandard. Mehrere Unternehmen unterhalten hier Forschungsprogramme. Zum Beispiel Huawei: Die Koreaner haben in München seit 2015 eine innerstädtische Testumgebung in Betrieb – das „5G Vertical Industy Accelerator“. Über 0,5 Mrd. Dollar wurden hier innerhalb der letzten Jahre investiert[1].

Darüber hinaus testete O2 mit Huawei im Münchener Norden Anfang 2019, unter realen Bedingungen, eine Richtfunkstrecke im Zuge des „5G Techcity Projektes“. Dabei konnten 16 GBit/s übertragen werden. Ziel ist es, größere Datenmengen zwischen zwei Standorten zu übertragen, ohne dazwischen Glasfaser ausbauen zu müssen. Unser in München installiertes ‚5G-ready‘-Richtfunkequipment ermöglicht die hochkapazitive Anbindung von zukünftigen Mobilfunkstandorten sowohl in abgelegenen Gebieten als auch in solchen Fällen, in denen eine Glasfaserverlegung wirtschaftlich nicht darstellbar oder schlicht nicht möglich ist., so O2 in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig erprobt O2 hier sogenannte Fixed Wireless Access Anschlüsse, mit denen via Funk zur Glasfaser ähnliche Datenraten auch in ländliche Regionen gebracht werden sollen.

Richtfunkanlage mit 5G

Richtfunkanbindung per 5G | Bild: O2 Presse


Im Januar 2019 ging zudem der 2. Sender für das sogenannte „5G-Broadcast“ in Betrieb. Die Technik könnte vielleicht in einigen Jahren DVB-T2 und DAB+ ablösen. Die Sendeanlage steht in Ismaning. Dort betreibt der Bayerische Rundfunk mit dem Partner 5G Today (IRT) das weltweit erste HTHP-Projekt über LTE- bzw. 5G-Broadcast. Die Abkürzung HTHP steht für „High Tower High Power“. Ziel sei es, künftig Rundfunk flächendeckend kostengünstig und strahlungsarm über 5G-Netze zu verbreiten.

Weiterführendes

Alle Unternehmen und 5G-Testprojekt in München finden Sie hier auf der Karte.

[1] https://www.it-administrator.de/themen/kommunikation/179047.html
Bild München: © ingusk - Fotolia.com