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Okt 21 2020

 von: M_Schwarten

Mit Schweden plant ein weiteres Land, auf die Dienste und Technik des in die Kritik geratenen Unternehmens Huawei in China zu verzichten. Auch den chinesischen Konzern ZTE wird es treffen.

Schweden plant Huawei-Ausstieg

Mit Schweden will eine weitere Nation die umstrittenen Konzerne Huawei und ZTE aus China aus den eigenen Mobilfunknetzen fernhalten. Wie die schwedische Telekommunikationsbehörde mitteilte, muss die bereits installierte Technik der beiden Hersteller bis Januar 2025 aus den Netzen entfernt werden. Damit dürfte auch klar sein, dass die schwedischen Netzbetreiber nicht auf die Produkte der beiden Konzerne zugreifen werden, wenn es um den Aufbau des 5G-Netzes geht.

 

Die Behörde beruft sich bei dem Verbot von Mobilfunkprodukten der Hersteller Huawei und ZTE auf ein Anfang des Jahres beschlossenes Gesetzes sowie auf aktuelle Untersuchungen und Bewertungen von Militär und Geheimdiensten. Das Ziel ist es, dass die Nutzung von Mobilfunkfrequenzen nicht die nationale Sicherheit Schwedens in Gefahr bringen darf.

Ericsson dürfte profitieren

Sicherlich nicht unlieb ist die Tatsache, dass mit Ericsson ein einheimisches Unternehmen vom geplanten Ausschluss von Huawei und ZTE profitieren dürfte. Denn auch der schwedische Konzern bietet die entsprechenden Produkte für Netzbetreiber, um ein 5G-Netz aufzubauen und zu betreiben. Nokia aus dem Nachbarland Finnland dürfte davon ebenfalls profitieren, sind die beiden Konzerne doch mit die größten Wettbewerber von Marktführer Huawei. Auch Samsung aus Südkorea ist bemüht, den Bereich der Netzausrüstung weiter auszubauen.

 

Der Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G hat in Schweden noch nicht begonnen. DIe erste Versteigerung von entsprechenden Frequenzen soll geplant am 10. November starten. Hieran können dann vier Unternehmen teilnehmen: Hi3G Access, Net4Mobility, Telia Schweden und Teracom. Auf welchen Hersteller die Unternehmen dann beim Ausbau setzen werden, ist noch nicht klar. Huawei und ZTE werden es aber nicht sein, womit die chinesischen Anbieter auf Druck der USA einen weiteren Absatzmarkt verloren haben.

Quelle: Zeit

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