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01. 03. 2023

Rund um den MWC 2023 gibt es auch Neuigkeiten zum Thema 5G Broadcast. Vor Ort ist der Standard erstmals auf modifizierten Consumer-Smartphones zu sehen. Die Marktreife soll im kommenden Jahr erreicht werden.

5G Broadcast auf dem MWC

Der österreichische Sendernetzbetreiber ORS gibt auf dem Mobile Workd Congress 2023 in Barcelona eine neue Wasserstandsmeldung zur Entwickung von 5G Broadcast. In der jüngeren Vergangenheit konnten verschiedene Verbesserungen und Fortschritte wie niedrige Latenzen erreicht werden.

 

Die ORS demonstriert die Technik und Möglichkeiten von ORS auch live vor Ort. Auf dem Messetand in Barcelona hat man eine Kamera an die Decke gehängt. Diese überträgt das aufgenommene Signal über 5G Broadcast mit einem Zeitversatz von nur rund einer Sekunde auf ein Smartphone als Empfangsgerät. Waren hierfür im vergangenen Jahr noch eigens von Qualcomm für diesen Zweck produzierte Geräte erforderlich, sind die neuen Testgeräte nun deutlich praxisnaher. „Dieses Mal haben wir Handys bei Amazon gekauft und einfach nur modi­fiziert“, erklärte ein ORS-Spre­cher auf dem Mobile World Congress in Barce­lona.

Neue Möglichkeiten mit 5G Broadcast

Eine wichtige Neuerung von 5G Broadcast ist das Zusammenspiel mit dem klassischen Streaming. Geht das 5G-Broadcast-Signal verloren, dann der Nutzer einfach auf das klassische Streaming via Mobilfunknetz oder WLAN zurückgreifen und unterbrechungsfrei weiter schauen. ORS rechnet damit, dass die neue Technologie im kommenden Jahr marktreif ist. Dann sollen auch die ersten Endgeräte auf den Markt kommen, darunter Smartphones und Tablets sowie auch klassische Smart-TVs.

 

Am Ende stehen aber auch noch ein paar Fragen offen, vor allem hinsichtlich der Frequenzen. 5G Broadcast ist auf die Nutzung des UHF-Bandes ausgelegt, das auch für DVB-T2 genutzt wird. Dies hätte eine Reichweite von rund 70 km. Allerdings wird erst auf der Weltfunkkonferenz (WRC) Ende 2023 entschieden, ob dieser Bereich weiterhin für Rundfunk reserviert bleibt. Auch die Mobilfunker haben Bedarf an mehr Bandbreite angemeldet.

Quelle: ORS via teltarif
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