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Jan 31 2019

 von: M_Krakowka

Die Diskussion um den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei reißt nicht ab. Am 30. Januar 2019 setzten sich die Mobilfunkanbieter im Bundesministerium für Wirtschaft mit Staatssekretär Ulrich Nussbaum zusammen. Während die Politik geneigt ist, den Einsatz chinesischer Hardware gesetzlich zu verbieten, machten die Netzbetreiber klar, dass dies den 5G-Ausbau um Jahre zurückwerfen könnte. Die Deutsche Telekom setzte sich dabei auch stark für Huawei ein und machte den Vorschlag, den Quellcode offen zu legen und zertifizieren zu lassen.

Keine 5G-Hardware aus China

Der Vorwurf, dass Hersteller aus China wegen dort herrschenden Gesetzen zur Kooperation mit dem Geheimdienst verpflichtet werden könnten, macht bereits länger die Runde. Besondere Sorge bereitet dies den Amerikanern, die aktiv forcieren, dass andere Länder keine Hardware aus dem Reich der Mitte einsetzen. Belege oder gefundene Lücken hat man dabei nicht in der Hinterhand. Huawei bestreitet die Vorwürfe vehement. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte, dass man eine klare Erfolgsgeschichte in Sachen Cyber-Sicherheit habe. Huawei ist offen und verpflichtet, mit europäischen Institutionen zusammenzuarbeiten, um Sicherheit zu gewährleisten. Im März 2019 soll ein Cybersecurity-Zentrum in Brüssel eröffnet werden und das Engagement unterstreichen.

Deutsche Telekom setzt sich für Huawei ein

Im Bundesministerium für Wirtschaft kam es am 30. Januar 2019 zu einem Treffen, bei dem die Presse und der strittige Hardware-Hersteller ausgeschlossen waren. Anwesend waren der Staatssekretär Ulrich Nussbaum sowie Vertreter der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica. Alle drei Netzbetreiber setzen Komponenten von Huawei im bestehenden LTE-Netz ein. Mutmaßlich ist auch die Verwendung für das kommende 5G-Netz vorgesehen. Die Regierung um Angela Merkel zieht derweil durchaus in Betracht, den Einsatz von Huawei-Produkten gesetzlich zu verbieten. Die Deutsche Telekom wies deutlich darauf hin, dass eine solche Entscheidung eine enorme Tragweite haben könnte. Sollte bestehende Infrastruktur abgebaut und für die neue Netzgeneration erst gar nicht eingesetzt werden, so werfe dies die Ausbaupläne um Jahre zurück. Seitens der Telekom wurde vorgeschlagen, dass der Hersteller aus China den Quellcode offenlege und von einer unabhängigen Stelle validieren und zertifizieren lasse. Diesem Vorschlag steht man bei Huawei offen gegenüber und würde einer Überprüfung auf eventuelle Hintertüren zustimmen.

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Quelle: Reuters

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