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02. 06. 2020

So langsam kommen die 5G-Campusnetze in Deutschland in Schwung. Laut Angaben des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) haben bereits zehn Unternehmen mit dem Aufbau eigener 5G-Campusnetze begonnen oder stehen in den Startlöchern.

Viele Vorteile für Unternehmen

Seit dem 21. November 2019 vergibt die Bundesregierung gesonderte Mobilfunkfrequenzen an Unternehmen. Diese wurden bei der Auktion der 5G-Frequenzen an die Netzbetreiber ausgespart. Sie machen einen Teil der 5G-Bänder im Bereich 3.700 MHz bis 3.800 MHz und bei 26 GHz aus. Diese wurden zur lokalen und regionalen Nutzung für die Industrie, Forschung und Landwirtschaft reserviert.

 

So können Unternehmen und Institutionen 5G-Campusnetze unabhängig von den öffentlichen Mobilfunknetzen eigene 5G-Campusnetze eröffnen. Die Kosten für die eigenen 5G-Frequenzen belaufen sich abhängig von der Laufzeit und der Fläche zwischen 1.600 Euro für einen Bauernhof und 50.000 Euro für eine ganze Fabrik.

Die ersten 5G-Campusnetze starten

Ein eigenes 5G-Campusnetz hat verschiedene Vorteile für die Unternehmen. Hierzu zählen unter anderem eine bessere Abdeckung des gesamten Firmengeländes, bessere Leistungen hinsichtlich Datenrate und Latenz, sowie weniger Störungen als bei den öffentlichen Netzen. Auch die Datensicherheit spielt eine entscheidende Rolle, wenn sensible Daten im eigenen Unternehmen bzw. Netzwerk bleiben. Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des VKU, äußert sich zu der Thematik: „Die Ausgangssituation ist vielerorts günstig: Denn mit ihren Strom- und Glasfasernetzen haben kommunale Unternehmen bereits die Infrastrukturbasis für 5G-Antennen geschaffen.“

 

Die Vorteile eines eigenen 5G-Campusnetzes scheinen sich auch die Unternehmen durchaus bewusst zu sein. Denn bei immerhin zehn von ihnen ist bereits ein entsprechendes 5G-Netz im Betrieb oder zumindest in Planung. Weitere Interessenten gibt es ebenfalls, die sich bei der vorerst digitalen Roadshow 5G-Campusnetze für Unternehmen vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, dem Deutschem Bauernverband, Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss), Deutschem Landkreistag, DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag), VKU und ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) informieren können.

 

Sollten die neuen Campusnetze bis Ende 2020 allerdings zu wenig Anklang bei Unternehmen finden, können die reservierten Frequenzen auch noch an die vier konkurrierenden Mobilfunknetzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch vergeben werden.

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Quelle: Verband kommunaler Unternehmen
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