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18. 03. 2021

5G ist auf dem Vormarsch. Das 5G-Netz der Telekom erreicht bereits deutlich mehr als die Hälfte der Einwohner Deutschlands. Allerdings bietet der neue Mobilfunkstandard an vielen Orten nicht die eigentlichen 5G-Geschwindigkeiten. Aus Sicht der Bundesnetzagentur ist dies kein Problem.

Langsames 5G

Das 5G-Netz in Deutschland wächst so schnell wie nie zuvor ein Mobilfunkstandard. Allerdings gibt es hierbei einen nicht zu unterschätzenden Kompromiss. Denn beim 5G-Ausbau setzen die Netzbetreiber kaum auf die leistungsfähigen 5G-Frequenzen, sondern decken Deutschland mit langsameren 5G via Dynamic Spectrum Sharing (DSS) auf LTE-Frequenzen ab. Die bieten deutlich geringere Möglichkeiten und damit Geschwindigkeiten.

 

So nutzt unter anderem die Telekom das 2,1-GHz-Band, bei dem maximal 225 Mbit/s möglich sind. Vodafone setzt an den meisten Standorten auf das Mid-Band im Bereich von 1,8 GHz mit bis zu 500 MBit/s und nur an belebten Orten und in großen Städten auf das High-Band bei 3,5 GHz mit bis zu 1 Gbit/s. Gegenüber dem „echten“ 5G haben die darunter liegenden Frequenzen den Vorteil, dass mit ihnen größere Flächen von einem Standort aus erschlossen werden können.

Kein Eingreifen

Aus Sicht der Bundesnetzagentur, die für die Vergabe der 5G-Frequenzen zuständig ist, sei dies kein Problem. Dies hat Behördensprecher Michael Reifenberg gegenüber Golem.de auf Anfrage mitgeteilt. Denn die Frequenzen seien den Mobilfunkbetreibern technologieneutral zugeteilt worden. „Auch die Auflagen beziehen sich in der Regel nicht auf eine bestimmte Frequenz oder Technologie. Insbesondere die vorgegebenen Datenraten von 100 MBit/s können sowohl mit 4G als auch mit 5G erreicht werden“, so Reifenberg.

 

Wie Reifenberg einräumte, fokussieren sich die Anbieter derzeit beim Ausbau des Standards auf „niedrigere als die 3,6-GHz-Frequenzen“. Weiter führt er gegenüber Golem.de aus: „Zum Teil werden im Zuge der UMTS-Abschaltung freiwerdende Ressourcen im Bereich 2 GHz sukzessive einer 5G-Nutzung zugeführt. Auch tiefere Frequenzen, wie beispielsweise die 700-MHz-Frequenzen eignen sich besonders. Damit kann eine 5G-Abdeckung in der Fläche mit einem hohen Abdeckungsgrad erreicht werden. Dies dürfte die Anschaffung entsprechender Endgeräte in der Bevölkerung anreizen.“

 

Die schnellen 3,6-GHz-Frequenzen werden in der Breite noch auf sich warten lassen. „Diese werden zunächst an Hotspots und für spezielle Anwendungen wie Campusnetze, Industrie, etc. bedarfsgerecht eingesetzt. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass die Anzahl der 5G-Basisstationen also mit steigender Nachfrage nach 5G-Diensten – insbesondere datenintensiven Anwendungen – weiter steigen wird“, erklärte Reifenberg.

Quelle: Golem.de
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