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Dez 16 2018

 von: M_Krakowka

Die Frage, ob es ein viertes 5G-Netz in Deutschland geben wird, kam immer wieder auf. Aktuell befindet sich United Internet in Verhandlungen mit ZTE. Der chinesische Netzwerkausrüster hat mit Telefónica seinen Vorzeigekunden verloren und spielt damit hierzulande kaum noch eine Rolle. Wie Brancheninsider berichten zeichnet sich aber ein großer Deal ab. Demzufolge steht im Raum, ob ZTE ein 5G-Netz errichtet, welches dann von United Internet geleast wird. Damit wäre es dem Provider aus Montabaur möglich recht unerwartet doch eigenständig im Markt einzusteigen.

Wartungsvertrag mit Telefónica läuft aus

Nachdem Telefónica im Jahre 2014 E-Plus übernommen hatte, existierte ein Mobilfunknetz welches aus zwei verschiedenen technischen Komponenten bestand. Während man bei O2 auf Hardware aus dem Hause Huawei gesetzt hat, stammte die Infrastruktur bei E-Plus von dem chinesischem Netzwerkausrüster ZTE. Für E-Plus war die Zusammenarbeit mit ZTE sehr interessant, denn der Hersteller wollte auch in Deutschland Fuß fassen und bot zu sehr attraktiven Konditionen an. Schlussendlich hat man sich in München aber für Huawei entschieden. Der Wartungsvertrag mit ZTE läuft nun aus und wird nicht verlängert. Der chinesische Anbieter verliert damit seinen weltweiten Vorzeigekunden und hat mit dem Festnetzgeschäft von NetCologne nur noch einen Abnehmer in Deutschland.

United Internet hat reges Interesse an eigenem 5G-Netz

In der letzten Zeit zeigte sich United Internet immer wieder sehr interessiert an einem eigenen 5G-Mobilfunknetz. Um unter dem eigenen Label 1&1 eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten, wären allerdings enorme Investitionen notwendig, welche praktisch nicht zu stemmen gewesen wären. Versuche von Ralph Dommermuth, CEO bei United Internet, sich für ein verpflichtendes National Roaming stark zu machen, sind schlussendlich gescheitert. Der Unternehmensgruppe aus Montabaur bleiben so die Netzkapazitäten, die sie sich durch die Drillisch-Übernahme bei Telefónica gesichert haben. Bis zu 30 Prozent im kommenden 5G-Netz könnten sie auf diese Weise nutzen.

ZTE auf der Suche nach Kunden

Der Netzwerkausrüster bezeichnete den Vertrag mit Telefónica immer als “eine der größten Auslandsinvestitionen des chinesischen Konzerns“. Mit dem Verlust von Telefónica als Kunden ist nun fraglich, ob die Niederlassung in Deutschland überhaupt bestehen bleibt. Als Retter könnte sich nun United Internet mit seinem Bestreben nach einem 5G-Netz entpuppen. Wie nun bekannt wurde, hat Dommermuth mit ZTE in einem geheimen Treffen über einen Großauftrag verhandelt. Gegenstand war der Aufbau eines 5G-Netzes. Hierbei soll aus China nicht nur die passende Technik kommen, sondern auch der Aufbau und die Instandhaltung von ZTE übernommen werden. Mobilfunkstationen würde 1&1 dann leasen, was eine deutliche finanzielle Entlastung darstellen würde. Von einem solchen Deal würden in diesem Fall beide Unternehmen profitieren, denn ZTE wäre weiterhin im deutschen Markt aktiv und United Internet hätte sein eigenes Netz. Bezüglich der notwendigen Frequenzen hatte Dommermuth bereits durchblicken lassen, dass er sich durchaus vorstellen könnte an der kommenden Frequenzauktion teilzunehmen.

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Quelle: Handelsblatt

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