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Jan 24 2019

 von: M_Krakowka

Nun ist es amtlich. United Internet wird bei den 5G-Frequenzen mitbieten und hierdurch zum vierten Mobilfunkprovider am Markt. Spektrum ersteigern soll dabei das Tochterunternehmen 1&1 Drillisch. Bei einem europäischen Bankenkonsortium hat man sich dabei eigene Kreditlinien in Höhe von 2,8 Milliarden Euro gesichert. Hinzu kommt, dass die Dividendenpolitik auf den Prüfstand kommt. Bisher werden 80 Prozent des operativen Gewinns ausgeschüttet. Dies soll sich nun zugunsten eines Netzausbaus ändern.

Hohe Kreditlinie für den Start in den 5G-Markt

Bis zuletzt war ungewiss, ob sich United Internet an der Frequenzauktion beteiligen wird. Nun hat das Unternehmen mit Zustimmung seines Aufsichtsrats beschlossen teilzunehmen. Die entsprechenden Unterlagen werden dafür nun eingereicht. Wie genau der Netzausbau dann erfolgen soll wurde noch nicht bekannt gegeben. Man teilte aber mit, dass mit zwei Netzwerkausrüstern die Gespräche fast abgeschlossen sind. Einer davon kommt aus China. Hierbei dürfte es sich mutmaßlich um ZTE handeln, mit denen Ralph Dommermuth, Geschäftsführer von United Internet, bereits Gespräche geführt hat. Hierbei ging es um die Option, dass der chinesische Ausstatter nicht nur die Technik liefert, sondern die kompletten Funkmasten errichtet. 1&1 Drillisch würde diese dann leasen und so ihre Liquidität schonen.

Geringere Auflagen für Neueinsteiger

Wenig schmecken dürfte diese Mitteilung den drei bestehenden Anbietern. Neben reinen Konkurrenzfragen spielen hierbei auch technische Aspekte eine Rolle. Zur Versteigerung stehen rund 300 MHz an Spektrum, wobei alle Anbieter bereits bekannt gegeben haben, dass sie rund 100 MHz bräuchten. Hier wird es nun also eng.

 

In den Auflagen zur Frequenzauktion hat die Bundesnetzagentur für einen mutmaßlichen neuen Provider bereits die Anforderungen entschärft. Um ein Unternehmen finanziell nicht zu überfordern sind hier deutliche Entlastungen vorgesehen. Während die drei bestehenden Anbieter bis 2022 zum Beispiel sowohl die Bundesautobahnen als auch Bahnstrecken mit mehr als 2.000 Passagieren am Tag mit mindestens 100 Mbit/s erschlossen haben müssen greift dies nicht bei 1&1 Drillisch.

1&1 stellt Dividendenpolitik auf den Prüfstand

Entsprechende Finanzmittel hat sich der Anbieter aus Montabaur bereits gesichert. Durch ein europäisches Bankenkonsortium bekommt man eigene Kreditlinien in Höhe von 2,8 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Doch auch aus dem operativen Gewinn soll ausgebaut werden. Bisher werden 80 Prozent der operativen Gewinne ausgeschüttet. Dies jedoch nur, falls das Geld nicht für die Geschäftliche Erweiterung benötigt wird. Dies wäre nun der Fall, so dass man andenkt, das bisherige Verfahren zu ändern.

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Quelle: Handelsblatt

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