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Dez 09 2019

 von: M_Schwarten

Kurz nach dem Start ist das Interesse an firmeneigenen 5G-Netzen eher überschaubar. Bisher haben erst sechs Unternehmen Anträge auf Campusnetze mit eigenen 5G-Frequenzen gestellt. Hierzu zählen BASF und Mugler.

Geringe Nachfrage

Vor wenigen Tagen haben wir über den Start der Vergabe von 5G-Frequenzen für private Campusnetze berichtet. Wie das Nachrichtenmagazin Focus darlegt, scheint die Nachfrage bei den deutschen Unternehmen zunächst eher gering auszufallen. Denn bisher sollen erst sechs Anträge eingegangen sein. Das ist doch durchaus verwunderlich, war der Druck durch die Industrie zuvor doch groß.

 

Allerdings sind auch erst zwei Wochen rum, seitdem die Lizenzvergabe durch die Bundesregierung angelaufen ist. Zwei der Unternehmen haben bereits erfolgreich eine Lizenz für ein Campusnetz zugeteilt bekommen, wie die Behörde berichtet. Dies sind der Chemiekonzern BASF sowie die mittelständische Telekommunikationsfirma Mugler aus Sachsen.

Eigene 5G-Frequenzen

Am 21. November hatte die Bundesregigung die Vergabe von gesonderten Mobilfunkfrequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G gestartet. Dies ermöglicht interessierten Unternehmen unabhängig von öffentlichen Netzen eine eigene 5G-Infrastruktur aufzubauen. Dies wiederum bringt viele verschiedene Vorteile, da 5G auch bei Industrie und Gewerbe ein echter Game-Changer werden kann. Gerade kleine und mittelständische Betriebe sollen hiervorn profitieren können. Dies liegt auch an den geringen Kosten. So sollen die Gebühren laut Focus abhängig von Laufzeit und Fläche um die 1.600 Euro für einen Bauernhof betragen, bei einer Fabrik wären es rund 50.000 Euro. Aber natürlich sind sie auch für große Unternehmen durchaus interessant.

 

Die Vorteile eines eigenen Campusnetzes sind unter anderem die bessere Abdeckung des eigenen Firmengeländes mit schnellem mobilem Internet, bei dem nicht in den öffentlichen Netzen mit anderen Nutzern um die Ressourcen konkurriert werden muss. Auch volle Kontrolle über die eigenen Daten sowie weniger Störungen als bei den öffentlichen Netzen sind Gründe für ein eigenes 5G-Netz, abgesehen von den üblichen Vorteilen wie hoher Datenrate und kurzer Latenz. Verteilt werden 5G-Frequenzen im Bereich 3,7 bis 3,8 GHz. Diese waren nicht Gegenstand der Mitte Juni zu Ende gegangenen und groß angelegten 5G-Auktion, an der die großen Mobilfunknetzbetreiber Telekom, Vodafone und Co teilgenommen haben.

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Quelle: Focus

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