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Jul 10 2020

 von: M_Schwarten

Immer mehr Länder sprechen sich gegen eine Beteiligung von Huawei am 5G-Ausbau aus oder schränken zumindest die Möglichkeiten deutlich ein. Nun gibt es auch in Italien eine entsprechende Entwicklung.

Telecom Italia schließt Huawei aus

Für seine aktuelle Ausschreibung zur Lieferung von Technologie für den Ausbau des eigenen 5G-Netzes in Italien sowie Brasilien, hat Telecom Italia den chinesischen Konzern Huawei nicht eingeladen. Somit kann Huawei sich nicht auf die Ausschreibung bewerben und seine 5G-Ausrüstung nicht zum Ausbau beitragen bzw. verkaufen.

 

Laut einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur ANSA hat der Konzern lediglich die Konkurrenten Cisco, Ericsson, Nokia, Mavenir sowie das kürzlich von Microsoft erworbene Affirmed Networks für eine Teilnahme an der Ausschreibung eingeladen, aber eben nicht den Marktführer aus China. Damit folgt der italienische Mobilfunker den jüngst dokumentierten Zielen der USA, die Huawei in Brasilien aus dem 5G-Netz fernhalten wollen. Notfalls soll dies durch die Finanzierung von Technik der beiden Konkurrenten Ericsson und Nokia erfolgen.

Immer mehr Nationen verzichten auf Huawei

Der „Angriff“ der USA auf Huawei trägt somit immer mehr Früchte und schlägt immer größere Wellen. Vor rund einem Jahr hatten die Vereinigten Staaten unter Präsident Trump Huawei gebannt und auf eine schwarze Liste gesetzt. Dies führt dazu, dass amerikanische Unternehmen keinerlei Geschäftsbeziehungen mehr zu Huawei führen dürfen. Zudem fordert die USA unentwegt andere Nationen auf, Huawei vom Ausbau der 5G-Netze auszuschließen. Grund sei der Verdacht der Spionage durch den chinesischen Staat.

 

Zuletzt hatte sich Großbritannien dem Druck der USA gebeugt und ebenfalls angekündigt, dass man auf Huawei-Technik verzichten wolle. In Frankreich hat man Huawei hingegen nicht direkt ausgeschlossen, macht den Konzernen eine Zusammenarbeit mit den Chinesen aber ungleich schwerer als bei anderen Mobilfunkausrüstern. In Deutschland ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen, wobei die Situation von den beiden Regierungsparteien kontrovers diskutiert wird.

Quelle: ANSA

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