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28. 09. 2020

Huawei hat nach Genehmigung durch die Bundesnetzagentur ein eigenes 5G-Netz in München gestartet. Dieses kommt bei der Openlab-Niederlassung des Konzerns zum Einsatz und nutzt den Bereich 3,7 GHz bis 3,8 GHz.

Huaweis eigenes Campus-Netz

Huawei hat es derzeit nicht so leicht, auch in Deutschland nicht. Da passt es ganz gut, dass man auch mal wieder positive Schlagzeilen schreiben kann. Der chinesische Telekommunikationsausrüster hat ein eigenes 5G-Campus-Netz in Deutschland eröffnet. Die Lizenz wurde zuvor von der Bundesnetzagentur erteilt. Der Standort des eigenen Campus-Netzes ist München, genauer gesagt die Openlab-Niederlassung des Konzerns in der Bayerischen Landeshauptstadt.

 

„Im Openlab in München hat Huawei eine Industrie-4.0-Produktionslinie, ein privates 5G-Netzwerk und ein Rechenzentrum eingerichtet“, sagte ein Huawei-Sprecher Light Reading. Das eigene 5G-Netz erstreckt sich laut Angaben von Huawei auf eine Fläche von 475 Quadratmetern. Es nutzt den Standard 5G Stand Alone (5G SA) und es kommt erwartungsgemäß der eigene 5G Core des Ausrüsters zum Einsatz, wie der Huawei-Sprecher Patrick Berger gegenüber Golem.de mitgeteilt hat. Gefunkt wird im Bereich 3,7 GHz bis 3,8 GHz.

Nachfrage steigt

Seit dem 21. November 2019 vergibt die Bundesregierung gesonderte Mobilfunkfrequenzen für Unternehmen, um unabhängig von den öffentlichen Mobilfunknetzen eine eigene 5G-Infrastruktur aufbauen zu können. Wie bereits kürzlich berichtet, steigt die Nachfrage nach 5G-Campus-Netzen stetig.

 

Bisher haben laut Bundesnetzagentur folgende Unternehmen eine 5G-Lizenz für ein eigenes Campus-Netz erworben: Audi, Bayerische Funknetz, Bayerischer Rundfunk, Centrum für Digitalisierung Schwarzwald, Cocus, Corning Services, Deutsche Messe, Evonik Industries, EZcon Network, Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, Geo Data Gesellschaft für geographische Datenverarbeitung Göttingen, Huawei Technologies, Institut für industrielle Informationstechnik – inIT/TH OWL, IT Center der RWTH Aachen, LS Telcom, Media Broadcast, Mercedes-Benz, Ml&s Manufacturing, MRK Media, Mugler, N. A. T. Gesellschaft für Netzwerk- und Automatisierungs-Technologie, Netz Leipzig, NTT Data Deutschland, Phoenix Contact Electronics, Rohde & Schwarz, Schäberle Vermögensverwaltung, Seven Principles, Siticom, Technische Hochschule Köln, Telent, Thyssenkrupp Elevator, Triopt, Umlaut Communications, Universität Stuttgart, Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg und Wista Management.

Quelle: LightReading, Golem
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